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Geschichte Großkarlbach

Großkarlbach ist eine Ortsgemeinde der im Jahre 1972 gebildeten Verbandsgemeinde Grünstadt-Land im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim und liegt im Nordwesten der europäischen MetropolregionRhein-Neckar
Webseite : www.grosskarlbach.de

Großkarlbach wurde bereits 774 im Lorscher Codex erwähnt. Der Name geht auf die Bezeichnung Dorf der 'Freien Karle' zurück. Da der Ort an der Grenze zwischen der Kurpfalz und dem Territorium der Leininger-Grafen lag, waren es diese beiden Herrscherhäuser, die Großkarlbachs Geschichte prägten.
Als sich im 1. und 2. Jahrhundert römische Kaufleute, Händler und ausgediente Legionäre im Zehntland hinter dem Limes niederließen, brachten sie die Weinrebe mit aus ihrer Heimat. Das milde Klima des Rheingrabens bot ideale Voraussetzungen für den Weinbau.

Für unseren Ort wird der Weinbau erstmals vor rund 1200 Jahren im Zusammenhang mit Schenkungen für das Kloster Lorsch genannt. Auch der Name "Carlobach" wird in diesen Schenkungsurkunden das erste Mal erwähnt. Über das wahre Alter des Dorfes sagen diese Zeugnisse jedoch nichts aus. Auch die Rebe ist gewiss schon viel länger bei uns heimisch. Auf 1800 bis 1900 Jahre wird das Alter einer römischen Glasflasche geschätzt, die 1840, noch halb mit Wein gefüllt, in unserer Gemarkung ausgegraben wurde und heute im Historischen Museum in Speyer aufbewahrt wird.

Die "Carlobacher" haben es jedenfalls von jeher verstanden, mit dem Geschenk der Römer etwas anzufangen. Der "Rote" aus "Karllebach" hat den Freiherren von Dalberg, den Grafen von Leiningen, den Rittern von Karlebach und den pfälzischen Kurfürsten, die hier im wechselvollen Hin und Her der Geschichte Besitzungen hatten, ebenso gut geschmeckt, wie er uns heute mundet.

Die eigene Art, wie die Großkarlbacher ihre Reben einst erzogen, war vor 200 Jahren schon weltweit bekannt. Heute noch weiß man zum Beispiel in Ungarn und in Kalifornien, was die "Großkarlbacher Erziehung" ist.

Etliche Steinmetzzeichen auf den Torbogen und Türsteinen unserer alten Häuser erzählen nicht nur von der Tradition des Weinbaues, sondern auch von den Mühlen, die Großkarlbach im Mittelalter zu einem bedeutenden Marktflecken mit Stadtrechten gemacht haben.

Der Reichtum an Wasser ließ hier 6 Mühlen entstehen, in denen Getreide und Öl gemahlen, Waffen und Geträte geschliffen, Papier hergestellt und Stoffe gewalkt wurden. Heute zeugen nur noch die Bauten der stillgelegten Mühlen von der glanzvollen Zeit der "Bachbarone" .


Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler
In Großkarlbach existieren noch fünf der ehemals sieben Mühlen. Die Dorfmühle beherbergt nach dem Abschluss ihrer Restaurierung (2007) ein Mühlenmuseum, das Bürgermeister- und Standesamt, das Gemeindearchiv sowie Jugend-, Senioren- und Tagungsräume.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der 48 m hohe evangelische Kirchturm im Dorfzentrum und eine Tonmanufaktur, in der Tonerzeugnisse wie Blumentöpfe gefertigt werden. Große Weingüter mit ihren Fachwerkhäusern prägen den Ort.

Im Bundeswettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' erreichte Großkarlbach 1987 eine Bronzeplakette.

Feste
In Großkarlbach gibt es einige traditionelle Feste. Dazu zählen das Kändelgassenfest am letzten Juliwochendende, der Kerwerummel im September und ein kleiner Weihnachtsmarkt.

Zusätzlich zu erwähnen ist die Lange Nacht des Jazz, die 2002 zum ersten Mal stattfand und 2006 Teil der Kampagne Deutschland – Land der Ideen von Bundespräsident Horst Köhler war. Daneben finden zahlreiche kleinere Veranstaltungen der örtlichen Vereine statt.

Quelle: LEO - Das Freizeitmagazin für die Pfalz: Ein Stück Dorfgeschichte. Rheinpfalz Verlag, Ludwigshafen, 21. Juni 2007

Kontakt

Frau Rita Schmid
Am Sportplatz 7
D-67229 Grosskarlbach

Telefon:
+49 6238 9846 - 0
Fax:
+49 6238 9846 - 15

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